Windows sicherer machen mit Malwarebytes-Hilfe.de

Windows sicherer machen & sich selber schützen

Du wirst Dir sicherlich die Frage stellen, wieso Du Deinen Computer säubern und vor potentiellen Bedrohungen schützen musst. Immerhin verwendest Du ja (hoffentlich) ein Antivirusprogramm, sowie die passenden Einstellungen, damit Dein Betriebssystem keinen Schaden nehmen kann. In diesem Beitrag werden wir Dir erklären, wie Du Deinen Windows 10 Rechner sicherer machen kannst. Wir werden Dir auch die Illusion nehmen, dass Du Dich mit einem abgesicherten Computer beruhigt zurücklehnen kannst. Das hört sich jetzt erstmal dramatisch an, soll Dich aber nicht weiter beunruhigen. Im Gegenteil, wir möchten Dir nur klar machen, das kein Kampf ohne Ende sein wird. Schließlich soll das Internet Freude bringen und die Computer uns das Leben ein stückweit erleichtern.

Wie sichere ich meinen Windows 10 Rechner ab?

 

Microsoft Windows Updates

Microsoft veröffentlicht regelmäßig Windows Updates, die nicht nur zur Fehlerbehebung dienen. Es werden damit auch bekannte Sicherheitslücken geschlossen, die Deinen Windows Rechner sicherer machen. Das ist besonders dann wichtig, wenn Dein Computer mit dem Internet verbunden ist.

Die Windows Updates startest Du am einfachsten, indem Du folgende Tastenkombination eingibst:

  • Windows Logo + i -> Update und Sicherheit

 

Windows Updates starten

 

Hinweis

Übrigens, weitere Tastenkombinationen findest Du auf der Supportseite von Microsoft.

Du befindest Dich jetzt auf der Übersichtsseite der Microsoft Updates. Hier solltest Du ebenfalls sicherstellen, dass zusätzliche Microsoft Anwendungen ebenfalls durch die Windows Updates versorgt werden.

 

 

Klicke dazu auf den Menüpunkt: „Erweiterte Optionen“.

 

 

Aktiviere hier die markierte Funktion und stelle damit sicher, dass zusätzliche Microsoft Anwendungen ebenfalls von Microsoft automatisch aktualisiert werden.

Zusätzliche Microsoft Anwendungen

Viele von uns verwenden neben Microsoft Windows, noch andere Microsoft Programme. Eines der bekanntesten Anwendungen ist beispielsweise Microsoft Office oder MS 365. Auch hier gibt es regelmäßig zahlreiche Updates, die den Computer schützen und die Programme stabiler machen sollen.

  • Öffne z. Bsp.  Microsoft Excel -> Datei -> Konto -> Office Updates -> Jetzt aktualisieren

 

Microsoft Office Updates installieren

 

Eingeschränkte Benutzerkonten

Vielleicht ist Dir bereits auf der Arbeit oder an einem anderen Computer aufgefallen, dass Du nicht alle Benutzerrechte hast. Das hat zum Beispiel den Vorteil, dass Du versehentlich Programme deinstallierst oder unerwünschte Anwendungen installierst. Diese Einstellung kannst Du auch auf Deinem Computer vornehmen. Damit schützt Du Deinen Computer vor ungewollten Systemänderungen bzw. vor Installation von manipulativer Schadsoftware.

Die Benutzerkonten kannst Du mit folgendem Befehl erreichen:

  • Windows Logo + i -> Konten

 

Malwarebytes Computer absichern mittels Benutzerkonten

 

Unter diesem Menüpunkt hast Du die Möglichkeit, verschiedene Benutzerkonten hinzuzufügen. Da wir unserem PC einen normalen Benutzer hinzufügen möchten, wählen wir den Menüpunkt: „Familie und andere Benutzer“.

 

 

Klickst Du diesen Menüpunkt an, öffnet sich die Microsoft Kontoverwaltung. Da wir in den meisten Fällen die Zugangsdaten der mit Microsoft verknüpften Dienste nicht kennen, sollten wir deshalb auf: „Ich kenne die Anmeldeinformationen für diese Person nicht“ klicken.

Wenn wir darauf klicken, werden wir wieder nach den Microsoft Konten gefragt. Da wir diese aber nach wie vor nicht kennen oder zumindest nicht verwenden wollen, wählen wir aus, dass wir ein Benutzerkonto ohne Microsoft-Konto erstellen möchten.

 

Eingabe der Benutzerdaten

 

Im folgenden Fenster müssen wir die Benutzerdaten für den neuen Anwender dieses PCs eingeben. Wenn das erledigt ist und wir auf: „Weiter“ geklickt haben, sind wir mit der Einrichtung fertig. Dieser Benutzer hat standardmäßig keine Administratorenrechte und kann sofort verwendet werden.

Solltest Du also im Internet surfen und auf Nummer sicher gehen wollen, empfehle ich Dir, den soeben erstellten Benutzer zu verwenden. Dieser hat nicht die Rechte um irgendwelche Programme, Viren oder andere Malware zu installieren. Auch nicht versehentlich. ;-]

Hinweis

Das macht übrigens auch dann Sinn, wenn Kinder am gleichen PC arbeiten oder spielen. Viele Computerspiele, Browsergames oder Spieleseiten laden gerne dazu ein, zusätzliche Programme zu installieren, da sie damit ihre Arbeit finanzieren. Leider können diese Zusatzprogramme den PC auch Schaden zuführen.

 

Erhöhte Benutzerkontensteuerung

Microsoft Windows bietet von Haus aus bereits ein par Sicherheitsmaßnahmen, die zum Schutz des PCs beitragen sollen. So auch die Benutzerkontensteuerung. Mit ihr kann verhindert werden, dass potenziell schädliche Programme unbemerkt Änderungen am PC vornehmen. Diese Funktion ist beispielsweise dann interessant, wenn man sich viel im Internet bewegt oder auch gerne mit neuen, unbekannten Programmen experimentieren möchte.

Um die Benutzerkontensteuerung zu starten, solltest Du wie folgt vorgehen:

  • Windows Logo + R -> Gib den Befehl UAC ein und drücke dann auf ENTER

Es öffnet sich die Microsoft Windows Benutzerkontensteuerung.

 

Microsoft Windows Benutzerkontensteuerung

 

Der Schiebregler sollte sich immer ganz oben befinden, damit Du auch tatsächlich benachrichtigt wirst, wenn ein Programm Veränderungen an Deinem PC durchführen möchte. Klicke im Anschluss auf: „OK“, um die Einstellung zu übernehmen.

Einsatz von einem Antivirusprogramm:

Dass ein Antivirusprogramm auf keinem Rechner fehlen darf, sollte Dir natürlich klar sein. Es sollte jedoch nie mehr als 1 Antivirusprogramm installiert werden, da es durchaus passieren kann, dass sich beide Programme gegenseitig blockieren oder Dein System unnötig bremsen.

Wenn Du einen neuen Computer oder Notebook hast, solltest Du prüfen, ob sich bereits ein vorinstalliertes Antivirenprogramm auf Deinem PC befindet oder nicht. Dieses kannst Du dann ggf. deinstallieren, wenn Du Dich für ein anderes Programm entschieden haben hast. Andernfalls musst Du prüfen, ob für das vorinstallierte Programm noch Updates zur Verfügung stehen. Die meisten Antivirenhersteller bieten lediglich eine Demoversion an, die auf einem gewissen Zeitraum beschränkt ist.

Die Frage nach dem am besten Antivirusprogramm kann und möchte ich an dieser Stelle nicht beantworten. Ich habe allerdings bis jetzt die besten Erfahrungen mit ESET Antivirus und Malwarebytes gemacht. Beide Programme sind performancetechnisch richtig gut und von der Erkennungsrate her, kann ich eigentlich auch nicht meckern. Wenn man jetzt noch ein wenig Sachverstand und Vorsicht walten lässt, sollte man ziemlich gut ausgerüstet sein.

Microsoft Windows 10 bietet allerdings auch einen integrierten Schutz vor potentiellen Bedrohungen im Internet. Dieser Schutz sollten ebenfalls aktiviert sein. Einige dieser Einstellungen werden jedoch auch bereits von den hiesigen Antivirenprogrammen übernommen und verwaltet.

Das Windows-Sicherheitscenter findest Du ebenfalls unter Windows-Updates & Sicherheit. Das erreichst Du wiederum mit der folgenden Tastenkombination.

  • Windows Logo + i -> Update und Sicherheit

 

Windows Updates starten

 

Im linken Menü wirst Du dann den Menüpunkt: Windows-Sicherheit finden. Dieses Menü ist die zentrale Anlaufstelle, wenn es um die Verwaltung der Windows Sicherheitseinstellungen geht.

 

Microsoft Windows Sicherheitscenter

 

Ich werde vermutlich in einem separaten Artikel auf die verschiedenen Optionen eingehen und erläutern, was es damit auf sich hat. Solltest Du hier aber dennoch eine Warnmeldung oder Ähnliches vorfinden, schreibe mir einfach kurz einen Kommentar oder eine E-Mail. Dann schauen wir gemeinsam danach  und finden sicherlich die passende Lösung.

Wenn Du übrigens nur auf den Schutz von Microsoft Windows eigenem Dienst zurückgreifen möchtest, kannst Du das eigentlich auch tun. Es spricht nichts dagegen, wie die jüngsten Tests von Av-Test GmbH zeigen.

 

Sicheres Surfen mit den richtigen Browser-Erweiterungen

Sobald Dein Computer mit dem Internet verbunden ist und Du das erste Mal surfen möchtest, solltest Du Dir der Gefahr bewusst sein, dass Dein Computer potenziell gefährdet ist.  Du surfst mit dem Browser Deiner Wahl und ganz egal welcher das ist, er sollte immer auf dem aktuellsten Stand sein. Damit meine ich, dass immer die neuste Version installiert ist. Die meisten Browser bieten die Aktualisierung über automatische Updates an. Das solltest Du trotzdem gelegentlich prüfen und sicherstellen, dass diese auch installiert sind.

Zusätzlich kann ich Dir nur ans Herz legen, Deine Browser mit entsprechenden Schutzprogrammen auszustatten. Mein Favorit hierfür ist mittlerweile der Browser Guard von Malwarebytes. Das Schutzprogramm erkennt und schützt mich im Web vor weitaus mehr Gefahren, als es andere, vergleichbare Anwendungen tun.

 

Malwarebytes Browser Guard schützt den Browser

 

Wie Du siehst, kannst Du auf Internetseiten wie zum Beispiel von Bild.de surfen, ohne dass gleich alle möglichen Menschen in der Welt über Dein Surfverhalten Bescheid wissen. Kurz gesagt, Du kannst surfen, ohne dass Dir lästige Werbung angezeigt wird. Auch versteckte Skripte werden nicht ausgeführt und ungefragt zur Manipulation Deines Rechners verwendet. Wie Du den Browser Guard von Malwarebytes für Mozilla Firefox, Microsoft Edge oder Google Chrome verwendest, habe ich ebenfalls in einer ausführlichen Anleitung dokumentiert.

Ich denke, dass Du mit dieser Erweiterung recht gut aufgestellt bist und ein großes Stück sicherer im Netz unterwegs bist.

Unnötige und veraltete Software deinstallieren

Du wirst im Laufe der Zeit feststellen, dass sich viele Programme auf Deinem PC angehäuft haben, von denen Du nicht mal weisst, dass Du sie irgendwann installiert hast. Wenn dies der Fall ist, solltest Du Dir gründlich überlegen, ob Du sie noch benötigst oder installieren kannst.

Veraltete Programme bieten nicht nur potentiellen Angreifern die Möglichkeit, Deinen Computer zu manipulieren, sondern können unter Umständen Dein System ausbremsen. Gerade dann, wenn Sie noch im Hintergrund aktiv sind, aber längst nicht mehr notwendig sind.

W-LAN Passwörter & Gast Zugang

Die meisten Nutzer werden vermutlich einen Router verwenden, der ebenfalls ein W-LAN Netzwerk zur Verfügung stellt. Auch hier kann es passieren, dass dieser unbeabsichtigt als Einfallstor in das hauseigene Netzwerk dient. Daher empfehle ich Dir dringend zu überprüfen, ob es auf der Herstellerseite des Routers Tipps & Tricks gibt, diesen abzusichern. Bereits ein Gastzugang, welcher permanent zur Verfügung steht, kann für erhebliche Probleme sorgen und damit unbeabsichtigt Zugang zu Deinen PC und anderen elektronischen Geräten verschaffen.

Datensicherung mittels Backup-Programmen

Wenn Dir Deine Daten (Bilder, Rechnungen und andere Dokumente) wichtig sind, solltest Du Dir auch darüber Gedanken machen, diese regelmäßig auf einer externen Festplatte oder aber einem NAS zu speichern. Ein Programm, das sich hierfür wunderbar eignet ist das kostenlose Programm von Veeam. Für private, sowie kommerzielle Einsatzzwecke erfüllt es nahezu alle notwendigen Anforderungen und ist sogar im Handumdrehen installiert und konfiguriert. Das kostenlose Backup-Programm von Veeam kannst Du auf der offiziellen Internetseite herunterladen.

Smartphones & andere Geräte

Mittlerweile sind die meisten Smartphones so konfiguriert, dass alle persönlichen Daten im Internet (Cloud) gespeichert und verwaltet werden können. Es geht sogar so weit, dass man den PC mit dem Smartphone koppeln kann. Daher ist es eine logische Schlussfolgerung, auch Smartphones, Tablets oder Notebooks so abzusichern, dass diese nicht oder nur schwer manipuliert werden können.

Kopf einschalten & Hirn verwenden

Glücklicherweise wurden wir mit circa 1400 Gramm Hirnmasse ausgestattet und haben sogar die Möglichkeit, dieses zu verwenden. Tolle Sache, wie ich finde! Es gibt einige Dinge, die man im Internet beachten sollte und eine gesunde Skepsis reicht völlig aus, sich vor Gefahren im Internet erfolgreich zu schützen. Wie gesagt, lieber das Gehirn einschalten, als wild auf eine dubiose Werbeanzeige zu klicken. Nachfolgend gibt es eine kleine Liste der Dinge, die man im Internet nie tun sollte:

  1. Einfache Kennwörter verwenden
  2. Passwörter & Bankdaten irgendwo hinterlegen bzw. auf dem PC speichern
  3. Keine Windows Updates installieren
  4. Downloadportale wie Chip.de, Sourceforge.com, etc. verwenden
  5. Raubkopien verwenden
  6. Illegale Internetseiten wie Streamingdienste, Warez-Seiten, etc. verwenden
  7. Pornografische Internetseiten besuchen
  8. Windows-Systemreiniger wie CCleaner oder Ähnliche verwenden
  9. Auf allen Internetseiten das gleiche Passwort verwenden
  10. Blind durchs Internet surfen

Es sind zwar nur ein paar Punkte, die man beachten sollte. Aber genau diese Punkte sind es, die bei den meisten Menschen zu Problemen führen. Solltest Du Dir nicht sicher sein, wie Du mit dem einen oder anderen Punkt umgehen sollst, schreibe mir einfach einen Kommentar oder aber einer E-Mail. Wir schaukeln das dann gemeinsam!

Vor lauter Maßnahmen den Spaß nicht verlieren

Du siehst, es gibt Mittel und Wege, das Surfen im Netz angenehmer und stressfreier zu gestalten. Viele Personen die ich kenne, scheuen sich davor etwas am Computer auszuprobieren, da sie womöglich etwas zerstören können. Es existiert also eine gewisse Angst vor dem Unbekannten. Meiner Meinung nach sollte die Angst nicht Überhand gewinnen, da man sich zwangsläufig nicht traut, sich mit den Dingen auseinanderzusetzen. Eben aus Angst, etwas falsch zu machen.

Also, nur Mut für Neues! Du wirst merken, dass nicht wirklich alles so kompliziert ist, wenn man erstmal verstanden hat, womit man es zu tun hat. Und solltest Du Dir trotzdem unsicher sein, kannst Du Dich gerne an mich wenden. Entweder per Kommentar oder per E-Mail.

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